Rezept // Lemon Curd

England gefällt mir nicht. Das kann ich mit Fug und Recht behaupten, nachdem ich eine Weile dort gelebt und die Eigenheiten der Inselbewohner kennengelernt habe. 
Aber auch wenn mir der Alltag auf der königlichen Insel nicht viel Freude bereitet hat, habe ich trotzdem Dinge entdeckt, die ich an England zu schätzen weiß. Nigella Lawson und Gordon Ramsay zum Beispiel. Und fairy cakes. Und fruit curd. {Dafür, dass mir die Zeit in London nicht so viel Freude bereitet hat, mache ich dem Land und seinen Bewohnern keinen Vorwurf. Viel mehr denke ich, dass einfach die Umstände widrig waren, und sich viele blöde Zufälle im beruflichen und privaten Umfeld ergeben haben, sodass ich insgesamt leider einen negativen Eindruck vom Leben dort bekommen habe.}



Letztere ist bei uns vor allem als Lemon Curd, Zitronencreme, bekannt. Sie wird in Großbritannien seit dem späten 19. Jahrhundert zu Brot oder Scones zum nachmittäglichen Tee serviert und gehört zur Gruppe der Curds, Cremes, die einen höheren Fruchtgehalt durch die Zugabe von Fruchtsaft und Schalenabrieb erhalten. Traditionell wird sie aus Zitronen hergestellt, inzwischen gibt es aber auch viele Varianten mit anderen Zitrusfrüchten und sogar Beeren. 

Lemon Curd besteht aus Eiern, Zucker, dem Schalenabrieb und dem Saft von Zitronen und Butter und die Herstellung ist denkbar einfach: die Zutaten werden unter Rühren erhitzt, bis sie sich zu einer homogenen Masse verdicken, zum Schluss wird die Butter beigegeben. Tricky ist an der Sache eigentlich nur, dass die Creme nicht kochen darf, da sonst das Ei gerinnt. 



Noch einfacher als im Topf gelingt die Lemon Curd im Thermomix - hier gibt man einfach alle Zutaten in den Mixtopf und rührt - bei geöffnetem Deckelloch - bei 90°C ca. 20 Minuten lang auf Stufe 2. Danach wird alles noch einmal eine halbe Minute lang auf Stufe 5 oder 6 durchgemixt und kann dann die Curd in Schraubgläser füllen und abkühlen lassen. 

Das Grundrezept gibt es unter anderem hier, ich habe 

3 Zitronen (Schale und Saft)
4 Eier
300 g Zucker 
100g Butter 

genommen. Dies ergibt knapp einen Liter Lemon Curd, die sich übrigens auch hervorragend als geschmacksgebende Zutat in einer Buttercrème-Füllung für Torten oder Cupcakes eignet. 

Bei Nachgekocht gibt es übrigens einen tollen Vergleich der Herstellung von Lemon Curd mit Vollei gegenüber Eigelb
Auf dem tollen Blog Ofenlieblinge gibt es ein tolles Rezept für ein schnelles Dessert mit Zitronenkeksen und Lemon Curd  und Sweetapolita hat eine wahre Liebeserklärung an Citrus Curd hier verfasst (englisch). 
Und sicher habt ihr auch schon auf facebook gesehen, dass ich meine Macarons neulich mit Zitronencreme gefüllt habe... ein Traum. Das Rezept dazu gibt's nächstes Mal. 

♥sabrina


0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!